Eine Preisregel anlegen
Preisregeln passen den berechneten Preis automatisch an, wenn bestimmte Bedingungen zutreffen. Sie laufen als eine Kette von oben nach unten: Regelgruppe → Regel → Wenn/Dann. Als Beispiel bauen wir einen Wochenendzuschlag von 10 %.
Öffne „Einstellungen“ → „Preisregeln“. Die Seite zeigt Deine Preisregeln als eine Kette von oben nach unten — noch ist sie leer. Klicke auf „Regelgruppe erstellen“.
Eine Gruppe bündelt zusammengehörige Regeln und bildet einen Schritt der Kette. Gib ihr einen Namen und optional Beschreibung, Farbe, Symbol und einen Fahrzeugtyp — Letzteres beschränkt die ganze Gruppe auf diesen Typ. Klicke auf „Erstellen“.
Die Gruppe steht jetzt als Knoten in der Kette. Sie ist gleich aufgeklappt und noch leer — eine Gruppe ohne Regeln tut nichts. Klicke auf „Regel erstellen“.
Die Regel braucht zunächst nur einen Namen. Nimm einen, der die Wirkung nennt und nicht die Technik — dieser Name steht später in der Kalkulation neben dem Betrag, den die Regel verursacht hat, und wird damit von Leuten gelesen, die die Regel nicht gebaut haben.
Die Regel öffnet sich als „Wenn … Dann …“. Oben unter „Wenn“ stehen die Bedingungen, unten unter „Dann“ die Anpassungen. Solange eines von beiden fehlt, bleibt die Regel ein Entwurf: ohne Bedingung würde sie auf jede Anfrage zutreffen, ohne Anpassung würde sie nichts tun.
Wähle als Bedingungstyp „Wochentag“ und schalte Sa und So ein. Die Liste der Typen ist lang — Zeitbereich, Datumsbereich, Entfernung, Dauer, Wartezeit, Passagierzahl, Fahrzeugtyp, Zonen. Sie beantworten alle dieselbe Frage: Woran erkennt man die Fahrten, die teurer oder billiger werden sollen?
Unter „Dann“ legst Du fest, was passiert. Die Voreinstellung — Geltungsbereich „Gesamter Plan“, Ziel „Gesamtpreis“, Typ „Prozentual“ — passt hier; trage 10 ein. Unter dem Feld steht im Klartext, was das bedeutet, damit ein Vorzeichenfehler auffällt, bevor er in einem Angebot steht.
Fertig. Die Regel hat eine Bedingung und eine Anpassung und ist damit aktiv: Fällt eine Fahrt auf Samstag oder Sonntag, steigt der Gesamtpreis um 10 %. Jede weitere Kalkulation rechnet sie ab sofort mit.
Die Reihenfolge ist die Rechnung
Die Kette läuft von oben nach unten, und jede Gruppe rechnet auf dem Ergebnis der vorherigen weiter. Zwei Zuschläge von je 10 % ergeben deshalb nicht 20 %, sondern 21 % — der zweite rechnet auf den bereits erhöhten Preis. Wer eine Marge zuletzt aufschlagen will, muss ihre Gruppe auch ans Ende ziehen; Gruppen lassen sich in der Kette mit der Maus verschieben.
Entwurf, aktiv, übersprungen
Eine Regel trägt immer einen von drei Zuständen. „Entwurf“ heißt, ihr fehlt noch eine Bedingung oder eine Anpassung — sie läuft nicht mit. „Aktiv“ heißt, sie ist vollständig und wird geprüft. Und übersprungen wird sie, wenn eine frühere Regel die Kette beendet hat. Der Zustand steht an der Regel selbst, damit „warum greift die Regel nicht“ nicht zur Suchaufgabe wird.