Abrechnung

Vom gefahrenen Auftrag zum Geldeingang: wie eine Rechnung entsteht, was beim Finalisieren passiert, wie Zahlungen den Rechnungen zugeordnet werden, wie Du nachfasst — und was zu tun ist, wenn etwas falsch war: berichtigen, korrigieren oder stornieren.

Diese Seite gibt den Überblick über die vier Etappen. Jede Anleitung darunter zeigt einen Schritt davon im Detail.

EtappeWoWorum es geht
1. AbrechnenAbrechnung → AufträgeAus der gefahrenen Fahrt wird eine Rechnung
2. Geld zuordnenAbrechnung → ZahlungseingangDer Kontoauszug trifft auf die offenen Rechnungen
3. NachfassenAbrechnung → Offene PostenWas offen ist, und wie weit Du schon erinnert hast
4. ÜbergebenAbrechnung → ExportDer Monat geht an die Kanzlei
In dieser Reihenfolge läuft jeder Auftrag durch die Abrechnung.

1. Abrechnen

Die Tafel „Aufträge“ sammelt jede gefahrene Fahrt, für die noch keine Rechnung existiert — mit Alter, Summe und einem Hinweis, wenn etwas ungewöhnlich lange liegt. Aus dem Auftrag baut die App die Rechnung: Position, Preis, Leistungszeitraum, Haltestellenliste, Empfängeradresse, Zahlungsziel.

Du entscheidest, wann abgerechnet wird und ob mehrere Aufträge desselben Kunden auf eine Rechnung kommen. Soll nur ein Teil abgerechnet werden, passt Du die Position auf den gefahrenen Teil an — der Auftrag bleibt auf der Tafel stehen, bis der Rest abgerechnet ist. Und wenn für denselben Auftrag schon eine Rechnung draußen ist, sagt die App es, bevor Du eine zweite anlegst.

Beim Finalisieren prüft die App die E-Rechnung, vergibt die Rechnungsnummer und schreibt das PDF fest: ein späterer Wechsel des Briefbogens ändert das verschickte Dokument nicht mehr. Ab da ist die Rechnung ein Dokument und kein Entwurf. Verschicken kannst Du sie per E-Mail aus der App oder als PDF.

Im Detail: „Rechnung erstellen“ und „Anzahlung und Schlussrechnung“ — und einmal vorab „Rechnungseinstellungen“.

2. Geld zuordnen

Die App liest den Kontoauszug Deiner Bank — camt.053, MT940, CSV oder OFX — und zeigt vor dem Übernehmen, was neu ist und was sie schon kennt. Denselben Auszug zweimal einzulesen bucht nichts doppelt.

Zu jedem Eingang schlägt sie die passende Rechnung vor und schreibt dazu, warum: die zitierte Rechnungsnummer, die Auftragsnummer, ein bekannter Zahler oder der exakt passende Betrag. Von allein bucht sie nur, wenn der Kunde eine Rechnungs- oder Auftragsnummer angegeben hat. Alles andere wartet auf Deine Bestätigung — zwei Tagesfahrten derselben Schule kosten dasselbe, und ein gleicher Betrag ist ein Zufall, bis ein Mensch ihn bestätigt.

Du bestätigst oder änderst jeden Vorschlag, teilst eine Sammelüberweisung auf mehrere Rechnungen auf, buchst bei einer Unterzahlung Skonto oder eine Ausbuchung und legst Umsätze ohne Rechnungsbezug mit einem Grund ab. Der Stand jeder Rechnung rechnet sich daraus: teilweise bezahlt, bezahlt, überzahlt.

Im Detail: „Zahlungseingang importieren“ und „Zahlungseingang zuordnen“ — und „Zahlung buchen“, wenn Du eine Zahlung direkt auf der Rechnung erfasst.

3. Nachfassen

„Offene Posten“ zeigt jede offene Rechnung nach Alter — und in der Mahntreppe nach Stufe: noch nicht angemahnt, Zahlungserinnerung, erste Mahnung, zweite. Eine teilweise bezahlte Rechnung bleibt mit ihrem Restbetrag stehen; sie verschwindet nicht, weil etwas angekommen ist.

Mahngebühr und Verzugszinsen kommen aus Deinen Einstellungen und werden vorgeschlagen, nie von allein aufgeschlagen. Die App schreibt das Mahnschreiben als PDF und merkt sich Stufe und Datum.

Wen Du mahnst und wann, entscheidest Du. Es läuft nichts automatisch los — bei einem Verein, der jeden Juli spät zahlt, ist das eine Frage der Beziehung und keine Rechenaufgabe.

Im Detail: „Offene Posten“ und „Mahnwesen“.

4. Übergeben

Für einen Zeitraum stellt die App den Buchungsstapel zusammen — als CSV oder im DATEV-Format, mit Erlöskonten und Debitorennummern. Fehlt einer Rechnung die Nummer oder einem Kunden die Debitorennummer, verweigert sie den Export und sagt, was fehlt: lieber ein klarer Hinweis als ein Stapel, den die Kanzlei zurückgibt.

Du entscheidest, welcher Zeitraum wann übergeben wird — und ob eine Rechnung vorher noch korrigiert werden soll. Danach liegt sie in fremden Büchern. Die Vorarbeit sind Kontenrahmen, Erlöskonten und Debitorennummern; die Werte kommen von der Kanzlei.

Im Detail: „Steuerberater-Export“.

Was die App nie von allein tut

Keine Rechnung entsteht ohne Deinen Klick.
Keine Rechnung verlässt das Haus ohne Deinen Klick.
Keine Mahnung geht automatisch raus — es gibt keinen Zeitplan und keine Eskalation von selbst.
Keine Zahlung wird gebucht, wenn nicht klar ist, wohin sie gehört.

Das ist Absicht: Du sollst nie etwas erklären müssen, was Du nicht entschieden hast.

Drei Wege aus einer falschen Rechnung

Eine ausgestellte Rechnung wird nie gelöscht — es gibt immer ein Dokument, das die Änderung erklärt. Welches, hängt davon ab, was schon passiert ist.

WegWannWas passiert
BerichtigungEs ist noch nichts gezahlt und der Monat noch nicht an die Kanzlei übergebenDieselbe Rechnung, dieselbe Nummer, neue Fassung. Die alte Fassung bleibt lesbar, die Änderung wird mit Grund festgehalten.
RechnungskorrekturEin Teil der Rechnung ist falschEin eigenes Dokument mit eigener Nummer nimmt nur die falschen Positionen zurück. Der Rest der Rechnung bleibt fällig.
StornorechnungDie Rechnung hätte es nie geben dürfenNimmt die Rechnung vollständig zurück. War sie schon bezahlt, zeigt sie danach den Betrag, der zurückzuzahlen ist.
Die Anleitung „Berichtigen oder stornieren“ geht alle Fälle durch.

Was mache ich, wenn …

Die Fälle, die im Büro tatsächlich vorkommen.

Wenn …So gehst Du vor
… der Kunde nur einen Teil gezahlt hatZahlung in der gezahlten Höhe buchen. Die Rechnung steht auf „teilweise bezahlt“ und bleibt in den offenen Posten. Fehlt nur ein kleiner Betrag, buchst Du ihn als Skonto (wenn vereinbart) oder als Ausbuchung.
… der Kunde zu viel gezahlt hatDen ganzen Eingang auf die Rechnung buchen. Sie steht dann auf „überzahlt“ und zeigt den Betrag, der dem Kunden zusteht — zurückzahlen oder auf die nächste Rechnung anrechnen.
… eine Zahlung zu keiner Rechnung passtLiegen lassen und später „Neu prüfen“. Oft fehlt nur die Rechnung, etwa bei einer Anzahlung, die vor dem Dokument eintrifft. Gehört das Geld gar nicht zu einer Rechnung, legst Du den Umsatz mit einem Grund ab.
… eine Zahlung falsch zugeordnet wurdeZuordnung aufheben. Die Buchungen verschwinden, die Rechnung ist wieder offen — und die Zeile aus dem Auszug bleibt unverändert, denn sie ist, was die Bank gemeldet hat.
… erst ein Teil der Fahrten gefahren istRechnung anlegen und die Position auf den gefahrenen Teil anpassen. Der Auftrag bleibt auf der Tafel, bis der Rest abgerechnet ist. Beim nächsten Mal steht wieder der volle Auftragswert in der Rechnung — Betrag und Text also prüfen.
… für den Auftrag schon eine Rechnung existiertDie App sagt es beim Anlegen und noch einmal beim Finalisieren, mit Nummer und bereits abgerechnetem Betrag. Zwei Rechnungen für einen Auftrag sind erlaubt — Du bestätigst nur, dass Du es so willst.
… der Kunde vor der Fahrt zahlen sollAnzahlungsrechnung stellen, nach der Fahrt die Schlussrechnung: sie zieht die Anzahlung von selbst ab, netto und Mehrwertsteuer getrennt. Ob bezahlt wurde, siehst Du derzeit an der Rechnung, nicht am Auftrag.
… die Kanzlei den Monat brauchtBuchungsexport für den Zeitraum ziehen. Meldet er fehlende Nummern, diese zuerst nachtragen — sonst bleibt der Stapel unvollständig.

Begriffe, je ein Satz

Die Wörter, die in der Abrechnung auftauchen — und was sie bedeuten.

BegriffBedeutung
AnzahlungsrechnungEine echte Rechnung über einen Teilbetrag vor der Fahrt — mit Nummer und Mehrwertsteuer.
SchlussrechnungRechnet die ganze Leistung ab und zieht die Anzahlungen wieder ab, damit die Mehrwertsteuer nur einmal gefordert wird.
FinalisierenAus dem Entwurf wird ein Dokument: Nummer vergeben, Inhalt festgeschrieben.
SkontoDer vereinbarte Abzug für schnelles Zahlen. Er schließt die Rechnung, ist aber kein Geld, das angekommen ist.
AusbuchungEin kleiner Restbetrag, den Du bewusst stehen lässt, damit die Rechnung geschlossen ist.
ÜberzahltAuf der Rechnung liegt mehr Geld, als sie fordert — der Rest gehört dem Kunden.
FassungDie Version einer berichtigten Rechnung: gleiche Nummer, neuer Inhalt, alte Fassung bleibt lesbar.
MahnstufeWie weit Du nachgefasst hast — Zahlungserinnerung, erste Mahnung, zweite. Jede wird festgehalten.
BuchungsstapelDie Datei für die Kanzlei: alle Belege eines Zeitraums mit Konten und Beträgen.