Eine unplausible Fahrt klären
Zwischen zwei Halten zählt die ganze Zeit als Lenkzeit. Wo das rechnerisch nicht aufgeht, fragt die Software nach, statt zu warnen — denn aus den erfassten Daten allein lässt sich nicht ableiten, ob das Fahrzeug stand oder ob eine Fahrt fehlt. Das weiß nur die Disposition.
Im Fahrplan der Tour markiert ein Hinweis die betroffene Fahrt. Er steht dort, wo die Zahl entsteht — nicht als Meldung an anderer Stelle.
Der Dialog zeigt zuerst, was im System steht — hier zehneinhalb Stunden zwischen zwei Halten — und erklärt, warum das nicht aufgeht: über zehn Stunden am Stück ist keine zulässige Lenkzeit.
Dann stellt er genau eine Frage: stand es, oder fuhr es? „Es stand“ führt zu „Pause eintragen“ oder „Segment teilen“ — beides nimmt die Standzeit aus der Lenkzeit heraus, und die Zahl stimmt danach von selbst. „Es fuhr“ führt zu „Fahrten erfassen“ oder „Als korrekt bestätigen“, was keine Zeit ändert.
Wann der Hinweis erscheint
Es gibt drei Anlässe, und sie werden in dieser Reihenfolge geprüft:
„so nicht möglich“ — die Straßenentfernung zwischen den beiden Halten ist in der erfassten Zeit nicht zu schaffen. Dann stimmt eine der beiden Angaben nicht: entweder die Zeiten oder ein Halt.
„Plausibilität prüfen“ — die Fahrt war rechnerisch sehr langsam. Das kann Stau sein, es kann aber auch bedeuten, dass das Fahrzeug einen Teil der Zeit stand.
„zu lang am Stück“ — die Fahrt läuft länger, als jemand am Stück fahren darf. Das ist der einzige der drei Fälle, der ohne Kilometerangabe auskommt: er folgt allein aus der Dauer.
Warum nicht einfach gewarnt wird
Die Kilometer sind die Straßenentfernung zwischen zwei Halten, nicht die tatsächlich gefahrene Strecke. Ein Umlauf, der zum Ausgangspunkt zurückkehrt, steht mit 0 km im System — egal wie weit er wirklich gefahren ist.
Aus solchen Daten lässt sich „stand“ und „fuhr“ nicht unterscheiden. Eine Warnung würde also behaupten, was niemand wissen kann. Deshalb eine Frage und keine Meldung — und deshalb nur dort, wo die Rechnung wirklich nicht aufgeht, statt bei jeder Auffälligkeit.
Was „Als korrekt bestätigen“ tut — und was nicht
Es ändert keine Zeit. Es hält fest, dass jemand die Zahl angesehen und für richtig befunden hat, mit Name und Datum. Der Hinweis verschwindet danach aus der Liste der offenen Fälle, die Lenkzeit bleibt, wie sie war.
Wer sich nicht sicher ist, wählt „Kann ich nicht klären“. Das hält denselben Prüfvorgang fest, ohne zu behaupten, die Daten stimmten. Eine Bestätigung lässt sich später wieder aufheben.
Vorsicht beim Teilen
„Segment teilen“ nimmt die Zeit aus der Lenkzeit heraus. Das ist nur richtig, wenn das Fahrzeug in dieser Zeit wirklich stand — sonst verschwindet Lenkzeit aus einer Rechnung, die rechtlich zählt.
Für die herausgenommene Standzeit lässt sich anschließend eine Umsetzfahrt eintragen, falls der Bus zwischendurch bewegt wurde.