Fahrten und Umläufe verstehen
Ein Fahrtmuster beschreibt, welche Haltestellen in welcher Reihenfolge bedient werden. Eine Fahrt ist eine Abfahrt darauf. Ein Umlauf ist der Tag eines Fahrzeugs: Ausfahrt, Fahrten, Wendezeiten, Einfahrt.
Der Reiter „Fahrten“ zeigt den Fahrplan als Matrix: je Spalte eine Abfahrt, je Zeile eine Haltestelle.
Der Reiter „Umläufe“ listet die Fahrzeugtage: Betriebstage, Zeitspanne, zugewiesenes Fahrzeug und Anzahl der Fahrten.
Ein Umlauf besteht aus Ausfahrt, Fahrten und den Wendezeiten dazwischen — und endet mit der Einfahrt zum Betriebshof. Drei Fahrten, nicht sechs: eine Wendezeit ist Arbeitszeit, keine Ruhepause. Der Fahrer steht auf Dienst an der Wendeschleife, also läuft die Lenkzeit-Uhr weiter. Sechs Fahrten wären fünf Stunden am Steuer ohne Unterbrechung — ein Umlauf, der sich gar nicht legal fahren ließe.
Jede Fahrt trägt ihre Fahrtnummer. Das ist die Nummer aus der Wagenkarte des Auftraggebers — unter ihr meinen Leitstelle, Betriebshof und Fahrer dieselbe Fahrt, und unter ihr wird eine Beschwerde oder eine Rückfrage zugeordnet. Beim Import kommt sie aus der Datei mit.
Eine Standzeit lässt sich als Pause kennzeichnen — das Tassensymbol erscheint, sobald die Zeile unter dem Mauszeiger liegt. Damit sagst Du: hier steht der Bus nicht nur, hier wechselt der Fahrer.
Die Zeile heißt jetzt PAUSE statt STDZ. und liegt auf blass bernsteinfarbenem Grund. Der Klick geht in beide Richtungen: dasselbe Symbol macht daraus wieder eine Standzeit. Oben steht jetzt „Ungespeicherte Änderungen“ — die Umschaltung gilt erst nach „Speichern“.
Nach „Speichern“ ist die Pause Teil des Umlaufs. Ab jetzt zählt die Arbeitszeitauswertung sie nicht mehr als Arbeitszeit, und der Fahrer sieht sie in der App als Pause statt als Standzeit.
Dieser Umlauf fährt nicht zum Betriebshof ein, sondern endet an einem Abstellplatz — hier „Bad Kleinen Bf, Abstellanlage“. Das ist der Fall, in dem der Bus über Nacht stehen bleibt und derselbe Umlauf des nächsten Tages von genau dort wieder beginnt, statt erst zum Betriebshof zurückzufahren.
Wann eine Standzeit eine Pause ist — und wann nicht
Die Voreinstellung ist Standzeit, und das ist die vorsichtige Annahme: Wendezeit zählt als Arbeitszeit, die Lenkzeit-Uhr läuft weiter. Eine Pause ist etwas anderes — der Fahrer ist tatsächlich aus dem Dienst, typischerweise weil an dieser Stelle gewechselt wird. Erst wenn Du das ausdrücklich sagst, rechnet die Arbeitszeitauswertung die Zeit heraus. Ein Import kann das nicht wissen und bringt deshalb jede Lücke als Standzeit herein; die Umschaltung gibt es darum pro Zeile und nicht nur beim Anlegen.
Ein Abstellplatz ist kein Betriebshof
Ein Abstellplatz ist betriebsintern — Fahrgäste steigen dort nicht ein, und er taucht nicht in der Haltestellenliste der Linie auf. Er existiert nur, damit ein Umlauf dort enden kann, statt zum Betriebshof zurückzufahren: der nächste Umlauf desselben Fahrzeugs beginnt dann genau dort, nicht am Betriebshof. Ohne diesen Zwischenschritt müsste jeder Umlauf am Betriebshof enden und beginnen, auch wenn der Bus die Nacht ganz woanders verbringt.